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Viele Dinge in unserem Leben und in unserem Alltag laufen ganz automatisch ab und man macht sich keine großen Gedanken über das Wie und das Warum. Es ist eben so und basta und bald verliert man sich im täglichen Trott und Vielerlei. 

Da ist es doch ein Glück, dass wir in unserem Glauben und in unserer Kirche sogenannte "geprägte Zeiten" kennen. In diesen Zeiten haben wir die große Chance einmal genauer auf unser Leben und unseren Alltag zu schauen.

Die Fastenzeit ist eine dieser geprägten Zeiten im Kirchenjahr.

In der Fastenzeit geht es nicht -wie von vielen gedacht- darum, das Ruder im großen Stil herum zu reißen. Nein. Ich glaube, dass es dabei viel mehr um die kleinen Dinge im Leben geht und darum, diese in den Focus rücken zu lassen. Wer die kleinen Dinge beachtet, lebt bewusster. Der stellt vielleicht auch fest, dass es vieles, von dem, was wir sonst im Alltag haben und tun, gar nicht braucht oder dass es uns am Wesentlichen hindert. Wenn ich z.B. einmal ganz bewusst auf das Zwitschern der Vögel achte, merke ich, wie laut und unnötig das Radio ist. Wenn ich ein Stück Schokolade richtig genieße und sich der Geschmack in meinem Mund schön entfalten kann, brauche ich keine ganze Tafel. Wenn ich bewusst weniger spreche, höre ich plötzlich besser zu.

Die Liste dieser Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen und ergänzen.

Vielleicht ist es deshalb in diesem Jahr einmal ein guter Fastenvorsatz achtsam und aufmerksam zu sein. Sie werden feststellen, dass dies gut in den Alltag einzubauen ist und dass darin große Chancen liegen, den eigenen Blickwinkel und das eigene Handeln zu verändern.

Und wissen Sie, was dabei ein wichtiger Nebeneffekt ist? Sie werden auch sensibler für Gott werden und neben den kleinen Dingen auch immer öfter ihn in Ihrem Alltag entdecken, wenn Sie nur darauf achten.

Nutzen Sie also die Fastenzeit. Sie ist eine Chance, die wir von Gott im Alltag geschenkt bekommen. 

 

Ihre Gemeindereferentin

Eva Maria Asal

 

Bistum Aktuell

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